Rotwein ist die vielleicht facettenreichste Kategorie der Weinwelt: Zwischen einem leichten, kirschfruchtigen Spätburgunder und einem dichten, jahrzehntelang lagerfähigen Barolo liegen Welten – und genau diese Bandbreite macht das Thema so spannend. Entscheidend für den Charakter eines Rotweins sind vor allem drei Faktoren: die Rebsorte, die Herkunft und der Ausbau. Während Cabernet Sauvignon mit kräftigen Tanninen und Aromen von Cassis und Zedernholz überzeugt, setzt Nebbiolo auf ein Spiel aus heller Farbe, straffer Säure und enormer Struktur. Dazwischen finden sich Klassiker wie Merlot, Syrah, Tempranillo, Sangiovese und der deutsche Spätburgunder.
Was Rotwein von Weißwein grundlegend unterscheidet, ist die Maischegärung: Der Most vergärt gemeinsam mit den Beerenschalen, aus denen Farbe, Gerbstoffe und ein großer Teil der Aromen stammen. Die dabei gelösten Tannine sorgen für das typische Mundgefühl – von samtig weich bis spürbar griffig. Auch der Ausbau prägt den Stil: Edelstahl bewahrt Frucht und Frische, während das Barrique-Fass Noten von Vanille, Röstaromen und zusätzlicher Struktur beisteuert.
In unserem Rotwein-Hub stellen wir die wichtigsten Rebsorten und ihre Paraderegionen vor – von Bordeaux über die Toskana bis nach Mendoza. Einen Überblick über alle Anbaugebiete finden Sie in unserem Guide zu den Weinregionen der Welt. Und wer es lieber frisch und hell mag, wird bei unseren Weißweinen fündig.