Weißwein lebt von Frische, Säure und Aromenspiel – und kaum eine Kategorie zeigt so deutlich, wie stark Rebsorte und Herkunft den Charakter eines Weins prägen. Ein Riesling von der Mosel mit seiner filigranen Säure und den typischen Noten von Apfel, Pfirsich und Schiefer ist ein völlig anderer Wein als ein cremiger, im Holzfass ausgebauter Chardonnay aus dem Burgund. Dazu kommen aromatische Sorten wie Sauvignon Blanc mit seiner markanten Stachelbeer- und Kräuternote, der vielseitige Grauburgunder oder der österreichische Grüne Veltliner.

Anders als beim Rotwein wird der Most beim Weißwein in der Regel ohne die Beerenschalen vergoren. Das Ergebnis sind helle, klare Weine, bei denen die Säure die tragende Rolle spielt: Sie sorgt für Spannung, Trinkfluss und Langlebigkeit. Gerade Riesling beweist, dass Weißwein keineswegs immer jung getrunken werden muss – große Gewächse aus Rheingau oder Pfalz reifen problemlos über Jahrzehnte und entwickeln dabei faszinierende Reifearomen.

Deutschland zählt zu den bedeutendsten Weißweinländern der Welt, doch auch Burgund, die Loire, Neuseelands Marlborough oder die Wachau in Österreich setzen Maßstäbe. In unserem Weißwein-Hub führen wir Sie durch die wichtigsten Rebsorten, Stile und Anbaugebiete – von knochentrocken bis edelsüß. Wer sich für die süße Spielart interessiert, findet bei unseren Süßweinen mehr dazu, und prickelnde Alternativen aus weißen Trauben stellen wir im Bereich Sekt vor.