Wein ist wie kaum ein anderes Produkt von seiner Herkunft geprägt. Boden, Klima, Hangneigung und die Tradition der Menschen vor Ort formen den Charakter eines Weins – zusammengefasst im Begriff Terroir. Ein Riesling vom Schieferhang der Mosel schmeckt anders als einer aus der Pfalz, ein Pinot Noir aus dem Burgund anders als einer aus Sonoma. Wer Weinregionen versteht, versteht Wein.

Traditionell unterscheidet man die Alte Welt und die Neue Welt. Zur Alten Welt zählen die europäischen Klassiker: Bordeaux und Burgund in Frankreich, Mosel, Rheingau und Pfalz in Deutschland, Rioja und Priorat in Spanien, Toskana, Piemont und Veneto in Italien, dazu die Wachau in Österreich, das Douro-Tal in Portugal und Tokaj in Ungarn. Hier dominieren gewachsene Appellationssysteme und ein herkunftsbetonter Stil. Die Neue Welt – etwa Napa Valley und Sonoma in Kalifornien, Mendoza in Argentinien, Barossa Valley in Australien, Stellenbosch in Südafrika und Marlborough in Neuseeland – steht für rebsortenbetonte Weine, experimentierfreudige Kellertechnik und oft opulentere Frucht. Die Grenzen verschwimmen allerdings zunehmend: Auch in Übersee rückt das Terroir in den Mittelpunkt.

In unserem Regionen-Hub porträtieren wir die wichtigsten Anbaugebiete der Welt mit ihren Rebsorten, Stilen und Besonderheiten. Welche Trauben die jeweiligen Regionen prägen, zeigt unser Überblick der Rebsorten – und die großen Rotweinregionen vertiefen wir im Rotwein-Hub.